Regelmäßige Wartung von Schmierstoffpumpen

Schmierstoffe sind überall dort notwendig, wo sich Bauteile mit steter Regelmäßigkeit bewegen. Dort haben die Schmierstoffe verschiedene Aufgaben zu erfüllen. Sie reduzieren die Reibung und verhindern dadurch einen vorzeitigen Verschleiß der beweglichen Bauteile an den Kontaktstellen. Die Minderung der Reibung sorgt gleichzeitig dafür, dass sich die Energieverluste an den Übertragungsstellen von Kräften reduzieren. An anderer Stelle werden Schmierstoffe eingesetzt, um zu verhindern, dass Schwingungen zwischen den einzelnen Bauteilen übertragen werden. Schmierstoffe reduzieren die bei den Bewegungen verursachten Geräuschemissionen und können darüber hinaus auch zur Kühlung von Bauteilen eingesetzt werden. Außerdem bewirken Schmierstoffe, dass metallene Bauteile nicht so schnell rosten.

Welche Medien können Schmierstoffpumpen transportieren?

Der einfachste Hilfsstoff, der von einer Schmierstoffpumpe transportiert wird, ist Luft. Dabei wird von den Schmierstoffpumpen ein Druck erzeugt, durch den die Luft quasi einen Puffer zwischen einzelnen Bauteilen erzeugt. Das Prinzip ist mit dem vergleichbar, welches beispielsweise bei den Luftkissenbooten, auch Hoover-Crafts genannt, angewendet wird. Alternativ können auch flüssige Hilfsstoffe von Schmierstoffpumpen bereitgestellt werden. Dabei handelt es sich in der Regel um Kühlschmierstoffe oder Schmieröle. Weitere mögliche Hilfsstoffe zur Schmierung sind Schmierfette und Festschmierstoffe. Bei den Festschmierstoffen ist Graphit das Hilfsmittel der ersten Wahl. Allerdings wird die Technik der Schmierstoffpumpen nicht nur mit dem Schmiermittel selbst konfrontiert. Nur wenige Schmierstoffe kommen ohne so genannte Additive aus. Sie dienen der Verbesserung der Eigenschaften eines Schmierstoffs. Als Additive kommen beispielsweise Verschleißminderer, Fressschutzadditive oder Viskositätsverbesserer in Frage. Auch Biozide, Tenside, Emulgatoren, Antioxidantien oder Dispergiermittel werden häufig als Zusatzstoffe in den Schmiermitteln verwendet.

Warum müssen Schmierstoffpumpen trotzdem gewartet werden?

Diese Schmiermittel schützen zwar die Passagen der Schmierstoffpumpen, die Technik der Pumpen selbst bleibt jedoch ungeschützt, was eine regelmäßige Wartung erforderlich macht. Vor allem die Zulaufschläuche sind verschleißanfällig. Deshalb sollten sie bei der Wartung regelmäßig kontrolliert werden. Hier lautet die Devise: Für einen dauerhaft zuverlässigen Lauf der Schmierstoffpumpen lieber vorsorglich einfach den Schlauch austauschen. Das empfiehlt sich vor allem bei den Pumpen, die zur Versorgung größerer technischer Systeme wie beispielsweise Förderanlagen, Kraftwerksturbinen, Flugzeugturbinen oder in Walzwerken zum Einsatz kommt. Hier kann ein Schaden in Millionenhöhe entstehen, wenn die Schmierstoffpumpen ausfallen, um von einem möglichen Personenschaden erst gar nicht zu reden. Das allein zeigt schon, dass die Wartung von Schmierstoffpumpen vorrangig im Interesse der Sicherheit der Bediener und der Nutzer der kompletten technischen Systeme erfolgen sollte. Wer sich einen ersten Einblick über die Möglichkeiten der Wartung verschaffen möchte, findet hier ein Buch über die Instandhaltung von Schmierstoffpumpen. Dort ist beispielsweise nachzulesen, dass man beim Verdacht eines technischen Defekts an den Pumpen im Zweifel auch die Ölpistole austauschen sollte. Ist sie verstopft oder aus anderen Gründen funktionsunfähig, blockiert sie auch die Arbeit der gesamten Schmierstoffpumpe. Durch einen Testaustausch könnten sich die Nutzer den Transport der Pumpe zur Werkstatt oder die Kosten für die Anfahrt eines fachkundigen Wartungstechnikers sparen.

Welche Arten von Schmierstoffpumpen gibt es?

Welche Typen von Schmierstoffpumpen an einem technischen System zum Einsatz kommen, hängt direkt von der Art der verwendeten Schmierstoffe und der jeweils benötigten Menge ab. In der Regel werden die so genannten Dosierpumpen als Schmierstoffpumpen genutzt. Deren Vorteil ist, dass sie unabhängig vom jeweils im System herrschenden Druck den Schmierstoff in einer exakt einstellbaren Menge bereitstellen. Bei den Dosierpumpen sind wiederum verschiedene Bauarten möglich und üblich. Die meisten von ihnen gehören zur Sparte der Verdrängerpumpen. Sie können aus der Kategorie

  • Zahnradpumpen,
  • Schlauchpumpen,
  • Hubkolbenpumpen oder
  • Membranpumpen kommen

Eine noch recht junge Art der Schmierstoffpumpen sind die Exzenterschneckenpumpen, die sich speziell für den Einsatz von zähflüssigen Schmierstoffen eignen. Ein praktischer Vorteil der Exzenterschneckenpumpen besteht darin, dass sie eine konkret festgelegte Menge an Schmierstoff ohne die Nutzung von ergänzenden Messgeräten liefern.

Als besonders günstig von der Anschaffung her sind jedoch die Zahnradpumpen anzusehen, mit denen ebenfalls ein hohes Maß von Genauigkeit bei der Dosierung der Schmierstoffe erreicht werden kann. Hier unterscheidet der Fachmann

  • die Außenzahnradpumpen,
  • die Innenzahnradpumpen sowie
  • die Schraubenpumpen und
  • Zahnringpumpen

Die Besonderheit bei der Hubkolbenpumpe besteht darin, dass sie die Schmierstoffe in Intervallen bereitstellt. Die Menge an Schmierstoffen lässt sich nur innerhalb bestimmter Parameter durch die Veränderung der Geschwindigkeit der Kolbenbewegungen beeinflussen. Deshalb und wegen der Beschränkung auf gasförmige und dünnflüssige Medien kommt die Hubkolbenpumpe als Technik für Schmierstoffpumpen in jüngster Zeit immer seltener zum Einsatz.

Wo müssen besondere Ansprüche an die Schmierstoffpumpen beachtet werden?

Sehr hoch sind die Anforderungen, die an Schmierstoffpumpen gestellt werden, die im Bereich der Lebensmittelherstellung verwendet werden. Weder die Schmierstoffe noch die für den Betrieb der Pumpen benötigten Hilfsstoffe dürfen hier mit den zu verarbeitenden Stoffen in Kontakt kommen. Durch den hohen Grad der Automatisierung in der Lebensmittelindustrie ist der Bedarf an Schmierstoffpumpen besonders groß. Sie werden beispielsweise für automatische Dosiersysteme und Packsysteme benötigt. Auch die sich bewegenden Teile der Transportsysteme benötigen eine durchgängige Schmierung. In der Lebensmittelindustrie kommen deshalb in der Regel Schmierstoffpumpen mit einem Edelstahlgehäuse zum Einsatz, denn hier besteht ein grundlegender Anspruch darin, sämtliche Hygienevorschriften zu erfüllen. Die regelmäßige Reinigung der Pumpen ist deshalb ein wichtiger Bestandteil des Wartungsplans.

Schmierstoffpumpen im Interesse der Sicherheit gut warten

Eine weitere Besonderheit hinsichtlich der Wartung gibt es bei den Schmierstoffpumpen in Fahrzeugen aller Art. Dabei sind die Ansprüche bei den Pumpen zur Versorgung der Turbinen und Fahrwerke von Flugzeugen besonders hoch. Deshalb gibt es hier Ersatzsysteme und es wurden dafür auch ganz spezielle Wartungspläne entwickelt, deren Einhaltung in den Unterlagen zu den einzelnen Flugzeugen dokumentiert werden muss. Ähnlich strenge Vorschriften zur Wartung gelten auch bei Schienenfahrzeugen sowie Straßenfahrzeugen, die für den öffentlichen Nahverkehr genutzt werden. Hinzu kommen die Kraftwerke, in denen von den Turbinen eine erhebliche Gefährdung ausgehen kann, wenn die Wartung der kompletten Anlagen inklusive der Schmierstoffpumpen nicht regelmäßig erfolgt. Deshalb gibt es auch hier sehr konkrete Wartungspläne, deren Einhaltung überwacht wird. Kommen die Betreiber der Kraftwerke und öffentlichen Verkehrsmittel dieser Wartungspflicht nicht ordnungsgemäß nach, machen sie sich mit dem Vorwurf der Fahrlässigkeit schadenersatzpflichtig.

Welche Ersatzteile gibt es für die Wartung und Reparatur der Pumpen?

Die Palette an Hilfsmitteln für die Wartung von Schmierstoffpumpen ist sehr breit gefächert. Im Fachhandel stehen Ersatzschläuche zur Auswahl. Hier muss beim Austausch sehr genau darauf geachtet werden, dass sie einerseits tauglich für den verwendeten Schmierstoff sind und andererseits müssen sie auch dem von der Pumpe erzeugten Druck standhalten können. Als weitere Ersatzteile für die Reparatur von Schmierstoffpumpen können Abgabepistolen für die Schmierstoffe bestellt werden. Hier gibt es auch komfortable Ölpistolen, die mit einem Zähler versehen sind. So lässt sich die Menge an eingesetzten Schmierstoffen beispielsweise einem bestimmten Projekt oder Auftrag zuordnen. Solche Ölpistolen kommen unter Anderem in den größeren KFZ-Werkstätten zum Einsatz, wo der Kunde genau die Ölmenge in Rechnung gestellt bekommt, die bei den Reparaturen oder der Wartung seines Fahrzeugs notwendig war. Der Vorteil dabei ist, dass sämtliche in Deutschland auf dem Markt befindliche Schmierstoffpumpen über normierte Anschlüsse für den Zu- und Abfluss der Schmierstoffe verfügen. Vom Fachmann können auch die Hubkolben, Schnecken und Zahnräder einer Schmierstoffpumpe bei Bedarf ausgetauscht werden. Deshalb sind sie ebenfalls als Ersatzteile im Fachhandel verfügbar. Jedoch sollte hier vorher genau geschaut werden, ob sich eine solche Reparatur aufgrund des sehr hohen Zeitaufwands lohnt, oder die Pumpe nicht doch aus rein wirtschaftlicher Sicht komplett ausgetauscht werden sollte.

Welches Zubehör für Schmierstoffpumpen ist im Fachhandel verfügbar?

Bei den Schmierstoffpumpen werden stationäre und mobile Modelle unterschieden. Die mobilen Ausführungen können bei großer Leistung schon auch ein erhebliches Gewicht auf die Waage bringen. Als Hilfsmittel für den Transport eignen sich Europaletten und Palettenhubwagen. Eine auf einer Palette stationierte mobile Schmierstoffpumpe lässt sich leicht auch mit einem Gabelstapler verladen. Allerdings sollten die Vorschriften der StVO zur Sicherung der Ladung bei einem Transport beachtet werden. Deshalb müssen im weitesten Sinne auch Zurrgurte mit zum Zubehör für mobile Pumpen gerechnet werden. Um sehr spezielles Zubehör handelt es sich bei den Schlauchaufrollern, die mit und ohne Gelenkarm im Handel sind. Hier gibt es wiederum Unterschiede, welche Schlauchlängen und Schlauchstärken sich damit komfortabel nutzen lassen. Weiteres Zubehör steht in Form der Lagertanks für Schmierstoffe und der Lagerregale für Schlauchaufwickelungen und kleine Kanister mit Schmierstoffen im Fachhandel bereit. Für die regelmäßige Wartung der Schmiersysteme können darüber hinaus auch spezielle Spülwannen aus Kunststoff erworben werden.

Die mechanischen Zählwerke für Schmierstoffpumpen

Als weiteres Zubehör für Pumpen, mit denen Schmierstoffe dosiert werden können, gibt es mehrere Arten von Zählwerken. Die einfachste und zugleich auch preisgünstigste Version ist das mechanische Zählwerk. Damit lassen sich Durchflussmengen von bis zu 120 Litern pro Minute erfassen. Anwendbar ist das mechanische Zählwerk beim Einsatz von flüssigen Schmierstoffen. Das Zählwerk lässt sich dank standardisierter Anschlüsse mit wenigen Handgriffen zwischen dem Zubringerschlauch und der eigentlichen Pumpe anbringen. Das mechanische Zählwerk nutzt das gleiche Durchflussmengenprinzip, wie es auch bei der klassischen Uhr für Warm- und Kaltwasser angewendet wird. Es arbeitet langfristig wartungsarm und lässt sich sehr einfach ablesen.

Das technische Highlight – Zählwerke mit dem Ovalradprinzip

Das Ovalradprinzip wird bei den elektronischen Zählwerken für Schmierstoffpumpen eingesetzt. Standardisierte Anschlüsse zur leichten Koppelung mit den Druckschläuchen finden sich hier ebenfalls. Beim Kauf elektronischer Zählwerke sollte darauf geachtet werden, welche Durchflussmengen erfasst werden können. Einfache Modelle erfassen bis zu dreißig Liter pro Minute. Andere Modelle der elektronischen Zählwerke können Mengen von bis zu sechzig Litern pro Minute zuverlässig messen und anzeigen.